Was tut die SJN eigentlich?

Rein rechtlich sind wir ein eingetragener gemeinnütziger Verein dessen Zweck "die Förderung des Segelsports und des Wasserwanderns" ist. So ist es in unserer Satzung nachzulesen.

Segeln

Am Main?! Zugegeben, der Main ist zwar nicht so breit wie der Bodensee, aber viel länger. Segeln kann man hier tatsächlich. Und Ihr werdet es nicht glauben, liebe Segelfreunde, aber das Revier ist anspruchsvoller als man glauben mag. Denn das Ufer und damit das nächste "Klar zur Wende? Wende!" kommt schneller und öfter als Du denkst. Unsere erfahrenen Segler sagen sogar wer auf dem Main segeln kann, kann in jedem Revier segeln.

Jugend

Einen hohen Stellenwert hat die Jugendarbeit. Dazu gehört nicht nur die Jugendausbildung, über die die eigenen Seiten des SJN-Nachwuchses informieren. Dazu gehört auch dem Nachwuchs verantwortungsvolles Verhalten am Wasser zu vermitteln. Wir staunen immer wieder welche Phantasie unsere Kinder und Jugendlichen entwickeln. So gab es in den vergangenen Jahren einen Bereich im Hafen, den Erwachsene nur mit Erlaubnis betreten durften. Ein Mädchenlager! Man konnte wirklich nur staunen, welche Spielphantasie die Mädels mit den einfachsten Mitteln entwickelnden. Auf einem Surfbrett kreuz und quer durch das Hafenbecken rauschende Mädels gehörten in den letzten Jahren zum gewohnten Bild. Im Unterschied zum Windsurfen erfolgte der Antrieb allerdings mit Paddeln und das Surfbrett war nicht wie gewohnt mit einer Person besetzt. Meist waren zwei oder sogar drei auf einem Surfbrett gemeinsam unterwegs. Ein besonderer Spaß war es, als die Damen der Meinung waren, dass zwei Papas mit aufs Surfbrett müssen. So verwandeln sich Surfbretter in U-Boote. Aus Altersgründen ist das Mädchenlager wieder verwaist. Aus Kindern werden Teenies. Vielleicht gibt es mal ein Jungenlager als Konkurrenz.

Leben am Wasser

Unser Mee (fränkisch für Main) mit seinem Wetter ist ein launischer Zeitgenosse, was ihm altersgemäß zusteht. Und so tun wir gut daran einen Plan B zu haben, wenn Flauten u. ä. das Auslaufen sagen wir mal nicht gerade verlockend erscheinen lassen.
Eins haben alle Aktiven gemeinsam. Wir lieben das Leben am Wasser. Und dazu gehört viel mehr als Boot fahren. Ausspannen und den Alltag vergessen, die Seele bei Sonnenschein baumeln lassen, den herrlichen Ausblick vom Hafen auf den Main und die vorüber ziehenden Schiffe genießen, Geselligkeit mit den Vereinskameraden bis hin zu den nie endenden Arbeiten auf und um unser Gelände herum sind nur Beispiele aus unserem Vereinsleben. So kann es durchaus vorkommen, dass die fränkische Wirtshaustradition kurzer Hand an den Hafen geholt und und sich eine zünftige Runde beim Schafkopfen vergnügt. Die typische Garmethode des Sommers kommt in keiner Saison zu kurz. Die Gaumenfreuden, die beim Grillen regelmäßig auf den Tisch kommen, lassen einen das Wasser im Mund zusammen laufen.

Wir sind keine Marina

Ein nicht zu vernachlässigenden Teil unseres Vereinslebens besteht aus der Pflege und Instandhaltung unseres Geländes und der Hafenanlagen. Unserer Philosophie "Wir sind keine Marina" folgend machen wir soweit wie möglich alles selbst. Genügend handwerkliches Wissen ist vorhanden. Jedes aktive Mitglied ist gefordert sich entsprechend seiner Fähigkeiten einzubringen. Einen Besen schwingen oder den Rasenmäher bedienen kann jeder ...

... und es soll Vereinskameraden geben, die ihre handwerkliche Fähigkeiten bei uns erst erlernt haben.
So manches Projekt, was als Provisorium erbaut wurde gibt es heute noch. Nichts ist langlebiger als ein Provisorium. Aber genau solche Dinge machen den Charme unseres Vereins aus. Und irgendwie sind wir stolz darauf.

Die SJN ist ein etwas anderer Segelverein
Sie hat ein Eigenleben. Sie sucht sich ihre Mitglieder selbst. Wer an ihren Eigenheiten gefallen findet, wird bleiben und sich bei ihr heimisch fühlen. Wer andere Vorstellungen hat, wird wieder gehen. "Sou wars, sou ids und sou solls a blei." Zu deutsch: So ist es immer schon gewesen, so soll es auch bleiben.